Da es gestern wieder sehr spät geworden ist und ich im Anschluss lange nicht einschlafen konnte (im Gegensatz zu Stephan J), bin ich heute Morgen entsprechend müde gewesen. Heute ist es aber wieder meine Etappe, die es hinter uns zu lassen gilt. Die Fahrt war ohne Probleme, es waren ca. 350 km Autobahn. Mittags haben wir auf einer Raststätte eine Kleinigkeit gegessen und sind dann im Konvoi, begleitet von der Polizei, in Luoyang eingefahren.
Dort sind wir dann im wahrsten Sinne des Wortes mit Pauken und Trompeten empfangen worden. Es waren Trommler und andere Musiker auf der Straße vor dem Stadttor und nahmen uns lautstark und kunterbunt in Empfang. Nett war auch das Konfetti, das von oben über unsere Autos herab rieselte. Nach einigen Reden der hiesigen namhaften Minister und ein paar netten Worten von Curdin an die Gastgeber, durften wir mit den Autos in den Innenhof fahren.
Dort erwartete uns ein Empfangskomitee mit der Geschichte des Tores und der Tempel, die dort stehen.
Nach der Besichtigung sind wir dann zu einem kulturellen Essen eingeladen worden. Das Restaurant war wirklich sehr schön hergerichtet und es gab (ich weiß es nicht ganz genau…) 18 verschiedene Suppen! Hier ist Tradition, so viel wie möglich mit Wasser zu kochen, daher ist die „Suppenküche“ hier sehr beliebt. Das Essen war wirklich gut.
| Empfang mit Pauken und Trompeten |
| Eingang Südtor mit Empfangsbanner |
| Das sieht doch lecker aus... |
Die Stimmung im Raum, in dem wir mit den Gastgebern allein waren, wurde durch Willkommensgrüße und kleine Geschichten aufgeheitert. Auch ein Präsent wartete auf uns: früher wurde die Seidenstraße mit Kamelen bereist, heute mit Autos. Deshalb gab es von einem Künstler selbst entworfene Porzellankamele.
Eine musikalische Darbietung verschiedener ortsansässiger Künstler war auch extra für uns organisiert worden. Die chinesische Musik allerdings ist für unsere Ohren sehr gewöhnungsbedürftig. Und wenn es dann auch noch Stücke aus der Oper sind, dann wird es schwierig. Aber die Geste und der Empfang, der wirklich viele nette Details hatte, die auf unsere Rallye bezogen waren, war sehr nett.
| Eric hat sich die Pause verdient! |
Nun sind wir, wieder von der Polizei eskortiert, ins Hotel gebracht worden. Auch hier wurden wir nett empfangen. Da es morgen sehr früh los geht, halte ich mich heute kurz. Wir besichtigen auf dem Weg nach Pingdingshan ein Shaolin-Kloster.
| Typisches Haus |
Luoyang ist eine der sogenannten vier großen alten Hauptstädte Chinas. Heute hat sie sich zu einer Industriestadt entwickelt, aber deren Altstadt neu restauriert wird.
Sie hat ca. 6,4 Mio. Einwohner.
Man sagt, dass Konfuzius in Luoyang studierte und Laoze ebenfalls hier arbeitete. Die Tang-Dynastie verlegte ihre Hauptstadt nach Chang’an, dem heutigen Xi’an. Damit begann der Abstieg zu einer normalen chinesischen Stadt, der sich mit dem Untergang der Tang noch verstärkte. Trotzdem spürt man aber noch den Stolz auf die Geschichte der Stadt.
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