Der Grenzübergang ist auf kasachischer Seite mittags geschlossen. Dies sind aber genau die Betriebszeiten der chinesischen Grenze. Zusätzlich müssen wir die Zeitdifferenz von 2 Stunden beachten. Wir hätten in Zharkent zeitig aufbrechen müssen, um unnötige Verzögerungen an der Grenze zu vermeiden. Wir sind aber nicht früh genug los. Diesmal sind wir auf der kasachischen Seite relativ schnell fertig gewesen, aber leider waren wir insgesamt zu spät dran. Dann mussten wir die 2 Stunden Mittagspause an der Grenze warten und durften dann zur chinesischen Grenze weiterfahren. Dort dauerte es wieder ewig. Erst ein Formular, dann Kontrolle des Gepäcks und kurioserweise musste unser Auto durch eine Durchfahrt fahren, in dem das Fahrzeug mit Desinfektionsmittel besprüht worden ist und anschließend wurde es noch mit radioaktiver Strahlung durchleuchtet. Das ist schon spannend und nicht nachvollziehbar.
Nach endlosem Warten (ich glaube insgesamt 7 Stunden) sind wir dann aber sehr nett vom hiesigen Automobilclubs empfangen worden. Viele Fahrzeuge bildeten eine Gasse, durch die wir dann durchgefahren sind. Anschließend sind wir dann mit Polizeischutz 2. Grades und begleitet vom Automobilclub ins Hotel eskortiert worden. Keine rote Ampel haben wir beachtet und die Verkehrspolizisten haben ganze Straßen für uns kurzfristig gesperrt.
| Grenzübertritt Kasachstan/China |
Das Hotel Jiangjun ist ein 4* Hotel und bietet auch diesen Komfort. Das Essen ist gut, wobei wir uns sicherlich an die Frühstücksgewohnheiten der Chinesen erst gewöhnen müssen. Am Morgen schon Suppe, Nudeln und Fleisch. Das was für uns essbar ist, ist morgens ist ein Spiegelei. Aber das ist in Ordnung.
Nach dem Frühstück ging es dann zum Empfang, organisiert durch das Büro von Guosheng und dem Tourismusbüro Yining. Unsere Autos hatten wir am Vorabend dort geparkt und waren sicherlich ein großer Anziehungspunkt für die Menschen, die hier leben. In diesen Ort kommen nur sehr selten europäische Touristen. Es war kalt (wir haben zur Zeit ca. 10 Grad) und es sah nach Regen aus. Davon blieben wir aber Gott sei Dank verschont.
Nach einer Rede vom Vorstand des Touristikverbandes, welche von Guosheng übersetzt wurde, hat Karl-Heinz als Teamsprecher eine kleine Ansprache gehalten und hat allen für die nette Aufnahme in ihrer Stadt gedankt.
Nun standen noch die Formalitäten des TÜV’s und des Verkehrsamtes an. Einen Gesundheitscheck sollte es auch geben. Dieser wurde dann aber am Ende nicht benötigt. Die Formalitäten waren langwierig. Eines braucht man hier: Geduld, Geduld, Geduld. Wir wollten ja schließlich unsere chinesischen Führerscheine haben und die neuen Nummernschilder. Ohne diese darf man sich in diesem Land nicht bewegen. Die jungen Männer am TÜV hatten sicherlich Spaß an unseren Autos. Ich habe unseres nur ungern in die Hände dieser Männer gegeben. Wir waren nun doch soweit mit dem Auto gekommen. Hoffentlich ging das gut. Die Chinesen hier in dieser Provinz kennen keinen Porsche und unterschätzen den Dampf, den dieses Auto hat.
Irgendjemand hat dann erreicht, dass wir nicht mehr bis zur Ausgabe der Schilder und der Führerscheine warten mussten, so dass wir endlich am Nachmittag ins Hotel zurückkehren konnten.
Einige haben dann gemeinsam etwas gegessen.
Wir waren vom Vorabend, den wir mit Karaoke (Stephan und ich haben alles gegeben!!!) verbracht hatten, ziemlich müde. Es ist 2 Uhr früh geworden. Aber es hat riesig Spaß gemacht. Mit unserer Truppe war das sehr lustig.
| Karaoke - Wir haben alles gegeben! |
| Marvin, Lutz und Lukas in der Karaokebar |
Nun denn, wir sind in China angekommen und das mit unserem 911er. Das war schon ein bewegender Moment, mit dem eigenen Fahrzeug eine chinesische Grenze zu passieren. Und das nicht mit einem gewöhnlichen Fahrzeug und dann auch noch mit dem Menschen, mit dem man sein Leben teilt. Wir haben für uns persönlich eine kleine Zeremonie daraus gemacht!
Infos:
Die Volksrepublik China hat eine Fläche von 9.571.302 km² und eine Bevölkerungszahl von 1,33 Mrd. Menschen. Die Hauptstadt ist Peking und die Währung ist 8,68 RMB (=1 €).
Die Gesamtlänge unserer Route in China beträgt ca. 5.390 km.
Yining ist die Hauptstadt des im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang der Volksrepublik China gelegenen kasachischen autonomen Bezirkes Lli. Yining hat eine Fläche von 629 km². Auf Gemeindeebene setzt sich Yining aus acht Straßenvierteln, einer Großgemeinde und acht Gemeinden zusammen.
| Maisernte |
Über China gibt es Bücher, die die Historie in hunderten von Zeilen beschreiben. Dafür bin ich nicht geschaffen. Es ist sicherlich ein Land, in dem uns noch viele Eindrücke begegnen werden. Wir werden die unterschiedlichsten Landschaften sehen und auch verschiedene Völker kennenlernen.
Wir freuen uns darauf und ich werde Euch auf meine Weise daran teilhaben lassen, und schön ist auch, am Essen kann man nicht meckern. Wir mögen es….
Morgen steht eine Routenänderung an, die wir kurzfristig gemeinsam entschieden haben. Eigentlich wollten wir zelten, aber es ist einfach zu kalt. Wir werden nun einen Ort anfahren, an dem wir eine zusätzliche Hotelübernachtung haben. Dazu morgen dann mehr…
P.S. Es wird immer schwieriger für mich, mit Euch in Kontakt zu bleiben. Meine Seite wird vom hiesigen Provider geblockt. Ich kann von hieraus nicht mehr darauf zugreifen. Die Bilder werde ich sobald ich wieder selbst meine Seite aktualisieren kann einstellen. Bis dahin wird meine Tochter Lisa den Blog, den ich selbst vorbereite, für mich einstellen!
(Wie ich, Lisa, euch schon verraten habe! :-))