Dienstag, 7. September 2010

Tag 20, 21 und 22 Khiva - Bukhara

Die letzte, lange Etappe von 460 km liegt hinter uns. Auch hier war die Fahrt anstrengend, aber im Vergleich zu manch anderen Straßen fast entspannt. Wir waren knapp 10 Stunden unterwegs. Aber wir haben 2 volle Tage zur Verfügung und 3 Nächte. Das Hotel hat fast einen westlichen Standard. Leider hat Stephan sich eine Magen-Darm-Verstimmung zugezogen. Mit den entsprechenden Medikamenten, die wir von unseren Freunden mit auf den Weg bekommen haben (liebe Grüße an Ina und Ludwig!!!), geht es ihm einigermaßen gut. Zur Zeit sind Stephan und Jürgen damit beschäftigt, das Auto - vorrangig den Motor - von Staub und Dreck zu befreien. Der Porsche schlägt sich tapfer durch die Wildnis. Alles prima soweit. Es quietscht und rappelt an der einen oder anderen Stelle, aber unsere Diagnose lautet: ungefährlich! Auch bei allen anderen Fahrzeugen halten sich die Reparaturen in Grenzen. Immer wieder ist das Thema Benzin auf dem Tisch. Es ist sehr schwer, an gutes Benzin zu kommen. So wie es aussieht, geht das nur über den Schwarzmarkt. Das lassen sich die ansässigen Jungs, die das organisieren, auch gut bezahlen. Aber zum Vergleich zu unseren Preisen, sind diese absolut moderat. Ansonsten haben wir den heutigen Tag ganz entspannt vergehen lassen. Da es Stephan nicht so gut geht, haben wir die Stadtbesichtigung ausfallen lassen und werden auf eigene Faust losgehen. Wenn es zur späteren Stunde etwas abgekühlt hat, gehen wir auf den Basar. Viele unserer Mitreisenden haben bereits eine Menge Geschenke für die Lieben zu Hause gekauft. Ein einschneidendes Erlebnis war heute der Gang zur Bank. Es ging zu wie auf dem Viehmarkt. Es hat 1,5 Stunden gedauert, an Geld zu kommen. Ich wollte 500 USD haben und wurde angestarrt, als wenn ich die Bank ausrauben wollte. Das ist hier ein Jahresgehalt! Nach zig Prüfungen und mehreren Unterschriften habe ich dann das Geld bekommen. Dieses habe ich dann in die hiesige Währung getauscht. 360.000 Som habe ich bekommen für 200 USD. Der Stapel ist fast 20 Zentimeter hoch. Die Welt ist kurios...

Bukhara ist eine der bedeutendsten Städte Usbekistans und Hautpstadt der gleichnamigen Provinz. Die Altstadt Bukharas wird von der UNESCO seit 1993 zum Weltkulturerbe gezählt.
Die Stadt hat 235.000 Einwohner und ist ein Dreh- und Angelpunkt für die Handels- und Industriezentren Zentralasiens. Sehenswert sind die städtischen Museen. In der Nähe der Stadt befindet sich die größte Zuchtanstalt für die Karakulschafe des Landes.
Überall gibt es überdachte Basare, in denen noch heute die schönsten Stoffe und Teppiche verkauft werden. Am Abend erleben wir heute eine Folklorevorstellung.
Der nächste Tag steht uns dann für die Vorbereitung auf die nächste Etappe zur Verfügung. Die nächste Stadt ist Samarkand. Samarkand gehört zu den ältesten Städten der Welt. Dazu dann aber später mehr!

1.500 Fotos haben wir schon gemacht. Das spiegelt wieder, wie viele interessante und fremde Eindrücke auf uns einwirken. Es wird Stunden dauern, daraus später ein schönes Album zu machen. Aber ich freue mich sehr darauf, das zu tun, dann werden alle Erinnerungen noch einmal wach. Dazu helfen selbstverständlich auch die Zeilen im Reisetagebuch.

Lisa! Ich vermisse dich ganz, ganz doll!!!! Liebe Grüße Mama

Tag 19 - Nukus - Khiva

Vor dem Minarett in Khivas Altstadt
Eine Baumwollpflückerin bei der Arbeit
Eingang zur Altstadt
Beim Mittagessen
Xiva von oben
Wir sind in einem schönen Hotel untergebracht. Khiva hat viele verschiedene Schreibweisen. Eine davon ist Xiva und ist eiine Stadt im Nordwesten Usbekistans in der Provinz Xorazm mit ca. 56.000 Einwohnern. Die Stadt liegt westlich des Amudarja an der alten Seidenstraße. Sie besitzt viel Textilindustrie (unter anderem hochwertige Teppiche) und historische Bauten. Xiva war ehemals Hauptstadt des Khanats Xiva in Choresmien.
Fröhliche Kinder am Straßenrand
Sehenwert sind die zahlreichen Baudenkmäler aus der glanzvollen Vergangenheit der Stadt, besonders der Palast Tasch-Hauli, ein Meisterwerk der orientalischen Architektur. Seit 1967 ist Xiva Museumstadt und seit 1990 steht die Altstadt Itchan-Kala unter dem Schutz der UNESCO und gehört damit zum Weltkulturerbe.

Die Besichtigung war sehr anstrengend. Die Eindrücke erschlagen. Es ist wahnsinnig schwer, diese vielen Erlebnisse in Worte zu fassen. Die Historie ist in jeder Straße zu spüren. Larissa unsere Reiseleiterin macht ihre Sache sehr gut. Sie ist extrem gut informiert und ist immer ein wenig enttäuscht, wenn sie nicht die Zuhörer hat, die sie gerne hätte. Sie beantwortet alle Fragen sehr detailliert und mit Stolz.

Das ist Klaus :-)
Das Abendessen wurde im Hotel serviert. Anschließend haben wir noch auf der Dachterrasse gesessen und den Tag ausklingen lassen.

Liebe Britta: extra für Dich dieses Bild :-). Klaus hat mir erzählt, dass Du meinen Blog liest. LG


Tag 18 - Tazgen - Nukus

Als wir gegen 7.00 h aus unserem Bett/Zelt gekrabbelt sind, wurde uns mit einem Schlag bewusst, wo wir die Nacht verbracht hatten. Um uns herum karge Landschaft, nicht weit entfernt ein Müllhaufen und überall Schuttberge. Nun ja, das hatte uns, weil wir es in der Dunkelheit am gestrigen Abend nicht mehr erkennen konnten, nicht davon abgehalten, unsere zweite Nacht draußen zu verbringen. Allerdings diesmal im Zelt, welches ruck zuck aufgebaut war.
Beim Tee
Die Strecke vor der usbekischen Grenze bis zum Teehaus, welches neben unserem Zeltlager stand, war schon ziemlich anstrengend, was uns aber hier geboten wurde, kann man nicht glauben, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Die Straßen waren eigentlich unbefahrbar! Aber irgendwie mussten wir ja mit unserem Auto zum Treffpunkt, kurz vor Nukus, ankommen. Die erste halbe Strecke habe ich mit Teerbergen, Spurrillen, in denen man nicht fahren konnte, sonst rutschte man in die riesigen Löcher, die rechts und links neben den Teerbergen waren, abgekämpft. Absolut unberechenbare Verhältnisse mit Wellen, Steinen, Löchern und manchmal auch Absturzgefahr. Wir haben uns Meter für Meter vorgekämpft. Das erfordert höchste Konzentration, was natürlich darauf zurückzuführen ist, dass der Porsche, wie schon einmal erwähnt, geländeuntauglich ist. Die uns entgegenkommenden Fahrzeuge wirbelten so viel Staub auf, dass Stephan und ich aussahen als hätten wir stundenlang im Sandkasten gespielt. Die zweite Hälfte der Tour hat dann Stephan übernommen. Auch ihm erging es nicht besser. Wir waren aber trotzdem nicht die Letzten, die am Treffpunkt angekommen sind.
Typische Strasse
 Peter hatte eine Reifenpanne. Als Rais und Peter dann heil und mit gewechseltem Reifen am Treffpunkt angekommen waren, sind wir sofort ins Hotel. Dort erwartete man uns mit einem leckeren usbekischen Abendessen. Es gab frisches Fladenbrot mit Salat und anschließend eine Fleischpfanne mit Kartoffeln und Gemüse. Melone zum Nachtisch. Unser Zimmer ist so groß, dass 4 Personen Platz darin finden können. Aber wir genießen natürlich den Platz und vor allen Dingen die Dusche. Diese haben wir uns vor dem Essen gegönnt. Duschen kann soooo schön sein!!! Jetzt sitzen wir alle auf der Terrasse.
Unser Hotel
Die Männer gönnen sich ein Bier und ich komme meinem Versprechen nach, diese Zeilen zu schreiben. Außerdem hat Rais einen Tankwagen "organisiert", so dass alle ihre Autos vor dem Hotel betanken konnten. Das ist natürlich ein Abenteuer für sich. Es wird wohl nicht spät heute, da wir uns morgen um 8.00 h treffen, um die 200 km schnell hinter uns zu bringen. Die Straßen sollen besser sein?!

Für alle Neider und Besserwisser, damit die Schadenfreude auch bedient wird: Es flossen heute die ersten Tränen bei mir.
Toilette am Wegesrand
Vielleicht sollte sich das nicht schreiben, aber das gehört auch dazu. Die Strapazen sind bei allen deutlich zu spüren, auch wenn es keiner zugeben will. Die Hitze, der wenige Schlaf und die Straßenverhältnisse kosten extrem viel Energie. Die Verständigungsschwierigkeiten aufgrund der Sprachbarriere tun ihr übriges. Ohne Reiseleitung macht man hier gar nix. Nirgendwo gibt es wirklich saubere Toiletten oder eine Möglichkeit sich zurück zu ziehen. In der Gruppe geht es eigentlich nett zu, aber es gibt eben viele Kleinigkeiten, die das Leben schwer machen und dann fällt auch mal das eine oder andere Wort, was nicht wirklich böse gemeint wird. Aber das Fell wird dünner. Unter den gegebenen Umständen ist man natürlich empfindlicher als sonst. Aber zur Beruhigung (oder auch nicht): alles wieder gut!!!
Ein kleiner Strassentiger

Infos über Nukus:
Nukus ist die Hauptstadt der autonomen Republik Karakalpakstan in Usbekistan mit 230.000 Einwohnern, am rechten Ufer des Amudarja gelegen. Die Industriestadt (vor allem Leichtindustrie) hat eine Universität, eine pädagogische Hochschule und ein Theater.

Nukus ist seit seiner Gründung am 1. April 1932 die Hauptstadt.
Noch in den 1960er Jahren war Nukus eine blühende Stadt im Norden von Usbekistan, eine Oase in der Wüste, gelegen am Aralsee und am Amudarja, der wegen seiner reißenden Strömung den Beinamen "der Tollwütige" trägt. Heute ist der See geschrumpft und aus dem Fluss ist ein Rinnsal geworden. Um ausreichend Wasser für den Baumwollanbau zu bekommen, wird das Wasser in unzählige Kanäle abgeleitet und erreicht den Aralsee nicht mehr.
Usbekistan hat eine Fläche von 447.400 km² - Bevölkerungszahl liegt bei etwa 27,7 Mio. Menschen.
1 € entspricht 2.056 Som (Wenn man hier Geld tauscht, muss man eine Tüte oder Tasche mitbringen. Hier werden Hundertausende in den Handtaschen mit sich getragen. Riesige Bündel von Papier).
Diese Region wird auch Zentralasien genannt. Es ist jener Teil des Kontinents, der in seiner langen Geschichte wiederholt Sammelbecken oder auch Durchgangsstation für die verschiedensten Völker, Stämme und Nationen war, die entlang der alten Karawanenstraße - der großen Seidenstraße - von Osten nach Westen oder vom Mittelmeer in das Land der Mitte zogen. Im Osten stehen die steil aufragenden Berge des Pamir, im Westen findet man die salzverkrusteten Ufer des kaspischen Meeres und im Norden die endlosen Steppen Südsibiriens.
Die politische Lage ist ein Thema für sich. Darüber gibt es viele, viele Bücher. Deswegen erspare ich mir, in dieses Thema einzusteigen. Das wäre einfach zu komplex.

Tag 17 - Oporniy - Tazgen

Staubige Strassen in Usbekistan
Was würden wir jetzt für eine Dusche geben! Es ist heiß und extrem staubig. Kein Innen- und Außenteil des Fahrzeugs ist noch nicht verstaubt. Wir stehen gerade an der usbekischen Grenze. Es ist für alle eine ziemliche Herausforderung. Sowohl körperlich, als auch mental. Jetzt schauen wir, wie lange die Grenzabfertigung dauert, um dann unser Nachtlager aufstellen zu können. Es ist unglaublich, wie es hier aussieht. Das kann man nicht erzählen, das muss man gesehen haben. Meterhohe Schuttberge. Keine gepflasterten oder geteerten Straßen. Dreck und Staub soweit das Auge reicht. Wir stehen vor irgendeinem Zaun und müssen warten. Es ist uns nicht klar, wie die Formalitäten funktionieren sollen. Die Sraßen werden immer schlechter und wir dachten schon, es kann nicht schlimmer werden...
Die Realität sind leider anders aus! Wir werden hier wohl einige Zeit verbringen müssen.

Usbekische Grenze
Da keine digitalen Karten mit detaillierten Routeninformationen vorliegen, konnte keiner voraussehen, was uns in Usbekistan erwartet. Wir werden wohl unser Zelt in der Steppe aufbauen müssen. So weit man sehen kann, kein Baum, kein Strauch in Sicht. Der einzige Trost ist, dass es nachts etwas abkühlt und es erträglicher wird. Ich werde gleich die Reiseleitung fragen, was die vielen Kamele davon halten, wenn wir in ihrem Revier zelten. In Oporniy haben wir vorab noch ein paar Lebensmittel besorgt, um heute Abend gemeinsam vor den Zelten mit Sicht auf unsere Fahrzeuge etwas essen können. Zusätzlicher Trost ist, dass wir uns untereinander so gut verstehen, dass es trotz der Umstände ein schöner Abend wird. Da bin ich mir sicher! Wir wußten alle, dass diese Reise keine Kaffeefahrt wird. Wenn es stimmt, dann soll Tazgen eine kleine Oase an der kasachisch-usbekischen Grenze sein. Wenn dem so ist, kann für heute Abend nichts schief gehen.

In der Teestube

Kleine Anekdote: Stephan hat bei der Grenzabfertigung das erste Mal gesehen, wie ein Zollbeamter geschmiert wurde. Ein LKW-Fahrer hat seine Papiere auf das Knie des Beamten gelegt. Dieser hat schnell das Geld (wieviel es war kann er nicht sagen) heraus rutschen lassen und ihn bevorzugt behandelt. Alle anderen mussten warten.
Unser Nachtlager

Es ist 19.00 h unserer Zeit. Wir stehen immer noch im Grenzbereich. Nun aber vor der usbekischen Grenze. Dafür, dass Larissa (einheimische Reiseleitung) uns versprochen hat, dass es schnell geht, stehen wir nun doch seit 2,5 Stunden hier. Die Hitze macht uns allen sehr zu schaffen...

Tag 16 Atyrau - Oporniy

Marie und Porsche in der Wüste
Um 9.30 h ging es weiter Richtung Oporniy. Oporniy ist ein etwas größeres Dorf in der kasachischen Streppe. Im Roadbook steht: das Dorf hat keine Sehenswürdigkeiten, aber es hat eine Tankstelle. Und das trifft den Nagel auf den Kopf. Steppe, Steppe, Steppe so weit das Auge reicht. Dann dieses Dorf mit freilaufenden Kamelen, die in den Straßen herum laufen, wie sonst nur Hunde. Das sieht schon ein wenig merkwürdig aus. Die Straßenverhältnisse sind sehr gut, so dass wir bestens bis Oporniy durchkamen. Wobei ich die erste, echte Berührung mit Wüstensand hatte! An einer Stelle war die Straße aufgrund einer Baustelle gesperrt. Ich musste von der asphaltierten Straße abfahren. Es ging steil nach unten in den Wüstensand. Da wir im Konvoi fuhren, war die Staubaufwirbelung entsprechend. Stephan ist ausgestiegen, um dieses tolle Foto zu schießen.  Kurze Info an die, die sich Sorgen um das Fahrzeug machen :-): es ist alles gut gegangen und mir hat es Spaß gemacht!
Unser Picknick
Heute war die erste Zeltübernachtung geplant. Als wir dann im Hotel ankamen, wo wir eigentlich nur zu Mittag essen wollten (und wir wurden wahrlich fürstlich empfangen) kam die Idee auf, vielleicht doch im Hotel Zimmer zu buchen. Es wurde abgestimmt. Außer Rais, Peter, Günther und mir, wollten alle im Hotel bleiben. Ich war ein wenig enttäuscht, da ich mich doch auf die Zeltübernachtung gefreut hatte. Wir haben dann unsere Zimmer bezogen und Andy hatte in der Zwischenzeit von einem nahegelegenen See erfahren, zu dem Stephan und ich dann zum Baden fahren wollten. Dies stellte sich dann auch als den Platz heraus, wo die 3 campen wollten. Wunderschön gelegen, eine kleine Yacht war dort festgemacht, Tische und Bänke standen dort. Alles da, was das Herz begehrt. Es hat mich dann nicht viel an Überredungskunst gekostet, Stephan doch noch davon zu überzeugen, am See zu schlafen. Er ist dann kurz ins Hotel gefahren, um unsere Sachen zu holen. Ich habe mich ein wenig auf dem Steg gesonnt :-).
Peter ist dann mit Alexander, einem einheimischen Reiseführer, etwas einkaufen gefahren, so dass wir am See picknicken konnten. Rais steuerte, wie immer, eine Wassermelone dazu bei. Es war eine wunderschöne Oase und wir haben uns immer wieder bewusst gemacht, wo wir sind! Es wird wohl wieder viele hundert Kilometer keine solche Wasserstelle mehr zu finden sein. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, dort zu bleiben. Nachdem sich Peter wieder einmal lieb um alles gekümmert hatte, konnten wir uns an einem gedeckten Tisch mit Brot, Käse, Salami und gekochten Eiern setzen. Selbst die Getränke waren gekühlt!!!
Es war wie eine kleine Familie...
Vor unserer Vesper hatten wir Leonidis kennengelernt.
Leonidis und kasachische Lieder
Er war der Yachtbesitzer. Mit gebrochenem englisch versuchte er, sich uns mitzuteilen und hat uns auf seine Yacht eingeladen. Ein sehr netter Mensch, der viele Geschichten zu erzählen hat, die nicht langweilig wurden. Wir haben ihn dann gebeten, mit uns zu Abend zu essen. Am Tisch gab es dann den ersten Alkohol. Leonidis und Peter tauten sichtlich auf. Marvin uns Lukas hatten mitbekommen, dass doch einige am See sind und haben Rolf überreden können, sie zu uns zu bringen. Also, was wollten wir mehr? Nette Menschen, gutes Essen, gekühlte Getränke und eine Gitarre. Noch während des Essens gab es die ersten Hörproben der musikalischen Talente am Tisch. Zuerst (wie konnte es anders sein ;-)) stand Peter auf den Bänken und überraschte Leonidis mit seinem selbstgebastelten Instrument. Einem Benzinschlauch mit Trichter. Peter schafft es tatsächlich, diesem Schlauch so etwas wie Musik zu entlocken. Leonidis blühte dann so auf, dass er sich die Gitarre griff und kasachische Lieder sang. Es war eine tolle Stimmung, da wir in der Zwischenzeit in der Dämmerung saßen. Nach mehreren Whisky und Wodka schmissen wir dann alle unsere Hemmungen über Bord und saßen kurze Zeit später am Lagerfeuer (wer das wohl gemacht hat :-)...) sangen und tanzten fröhlich und ausgelassen. die Musik war eine Mischung aus Beatles, Pink Floyd, aktuellen Songs und russischen bzw. kasachischen Liedern. Einfach toll!!!
Irgendwann in der Nacht haben wir uns dann auf unsere Isomatten gelegt und in die Schlafsäcke gekuschelt. Wir haben uns gegen den Aufbau unseres Zeltes entschieden, da ständig ein leichter Wind wehte und es immer noch ca. 20 Grad warm war. Über den Tag wird es zur Zeit bis zu 42 Grad und nachts kühlt es dann manchmal bis auf 8 Grad ab. So eingekuschelt haben Stephan und ich noch lange in den Sternenhimmel geschaut. Ein Meer von Sternen. Gigantisch! Da kein anderes Licht den Nachthimmel störte, konnten wir so viele Sterne sehen, wie kaum vorher in unserem Leben. Mit einem Gefühl von tiefer Zufriedenheit sind wir dann eingeschlafen.

Wir wünschen auch Euch eine gute Nacht!!!
Typischer Friedhof