Montag, 4. Oktober 2010

Tag 46 – Tianshui – Xian

 
Eine chinesische Schönheit
Wow – was für ein Tag!!!

Heute Morgen sind wir um halb neun los. Das Frühstück haben wir mal wieder ausgelassen. Das ist nicht unser Ding! Morgens schon Schweineohren und Hühnerfüße – das braucht kein Mensch (ach doch – die Chinesen eben). Obwohl Rais die Bitte ausgesprochen hat, dass die Gruppe doch bitte in Konvoi bis Xi'an fahren soll, haben wir uns mit Svend und Dieter „abgeseilt“. Wir sind dann anstatt auf die Autobahn zu fahren, die Landstraße Richtung Xi'an gefahren.
Blick von der Landstraße in die Berge
 Das war eine super gute Entscheidung!!! Es war eine traumhaft schöne Straße. Ich glaube die schönste Strecke, die wir bisher gefahren sind. Wir sind durch die Berge gefahren und haben eine wunderschöne Landschaft genießen können. Serpentinen die Berge rauf und runter, super Straßenverhältnisse, keine LKW ! 
Einer der schönsten Strecken, die wir gefahren sind!
Das Wetter ist einfach traumhaft! Seit 46 Tagen haben wir tolles Wetter. Die Temperaturen schwanken zwar sehr, aber die Sonne lacht immer vom Himmel. Ein paar Mal sind wir an den Straßenrand gefahren, um zu fotografieren. Es ist eine Schande, dass ich keine Bilder übermitteln kann. Ihr würdet staunen, wie schön es hier „auf dem Land“ ist. Die Städte sind schmutzig, laut und chaotisch. Auf dem Land ist es ruhig und sauber. Die Berge sind terrassenförmig bepflanzt und die Menschen in den Dörfern versorgen sich selbst. Trotzdem ist es erschrecken, wie nah hier arm und reich zusammen lebt. Und es ist im wahrsten Sinne des Wortes ARM und REICH!
Mittags haben wir uns dann mit den anderen an einer Raststätte getroffen. Wir haben dort lecker gegessen (hier war es erstaunlich sauber!) und gemeinsam sind wir dann Richtung Xi'an aufgebrochen. Vorher haben einige von uns noch Weihnachtsmann gespielt. Einige Wanderarbeiter waren mit uns auf der Raststätte und unsere Mitreisenden haben das, was sie nicht mehr in ihren Fahrzeugen transportieren wollen, verschenkt.

Wir haben dann kurz vor Xi'an alle unsere Fähnchen an die Fenster befestigt und sind dann rein in die Stadt. Xi'an ist eine quirlige, sehr lebendige Großstadt. Hier findet man schon einige Geschäfte, die einem bekannt vorkommen. Es wird auch hin und wieder englisch gesprochen.

Guosheng hat uns dann mit einer einheimischen Reiseleitung in die Stadt zum Südtor geführt. Und dort wartete eine Überraschung auf uns!!! 
Willkommensempfang in Xi'an

Es war ein Empfang für uns vorbereitet, der wirklich toll war. Eine Truppe Männer mit Kostümen und Speeren, begleitet von lauter chinesischer Musik, nahm uns in Empfang, nachdem wir die Autos vor dem Stadttor geparkt hatten. Wir wurden dann mit großem Tamtam durch das Stadttor geführt und anschließend konnten wir dann dort ein wenig herumlaufen. Eine halbe Stunde später wurde dann eine Aufführung von „Kämpfern“ und Trommlerinnen dargeboten. Das war toll und sehr atmosphärisch! Mal ein Dank an  China Tours!!!
Das Stadttor wird für uns geöffnet...


Danach schnell ins Hotel. Anschließend schnell zum Essen, leider nicht in unserem 5* Hotel. Aber darüber lasse ich mich jetzt nicht aus. Das wird sicherlich die letzte Mahlzeit in dieser Qualität gewesen sein… Schade, dass ein so fantastischer Tag so enden musste.

Jetzt sitzen wir hier in der Hotelbar. Die Männer klönen und ich schreibe.

Es gibt vielleicht noch zu erwähnen, dass jetzt doch einige froh sind, wenn sie wieder nach Hause können. Nicht, weil die Gruppe sich nicht versteht, denn wir verstehen uns alle prima, aber es ist schon viel an Eindrücke und Emotionen zu verarbeiten und auch Männer bekommen Heimweh!!!
Schön ist allerdings, dass zwar mal der Mensch und auch mal ein Auto ein Wehwechen hat, alles in allem aber wirklich gut läuft. Keine existenziellen Schäden, nicht bei Mensch und nicht bei Maschine!
Das ist schon eine Leistung nach über 10.000 km!

Morgen geht’s zur Terrakotta-Armee!!!

Ich vermisse alle meine Lieben!!! Lisa-Maus, Dich ganz besonders… Ich drück Dich lieb und bald bin ich wieder da! Deine Mama
Und noch einmal der Hinweis: Wenn ihr unsere Reise mal aus der Sicht der anderen Teilnehmer lesen wollt, dann bitte auf http://www.self-drive-tours.com/ nachschauen!

Tag 47 Xi’an

Heute Morgen sind wir doch tatsächlich um 6.00 h!!! aufgestanden, damit wir früh zur Terrakotta-Armee aufbrechen konnten. Da hier 5 Feiertage hintereinander sind, sind auch entsprechend viele Menschen unterwegs. Um den Ansturm einigermaßen zu umgehen, haben wir uns entschlossen, schon vor 8.00 h am Haupteingang zu stehen. Das ist uns auch gelungen.

ES WAR SEHR BEEINDRUCKEND!

Arbeiter bei der Restauration

Die Terrakotta-Armee wurde 
Die Pferde der Terrakotta-Armee
1974 bei Brunnenbauarbeiten entdeckt und man hat bis heute 8.000 tönerne Krieger, Beamte, Tiere und zahlreiche Kutschen und Waffen aus Bronze ausgegraben. Der mächtige Grabhügel selbst ist noch nicht untersucht und birgt sicherlich noch so manche Überraschung. Im Provinzmuseum kann man die Terrakotta-Krieger ganz nah bestaunen und auch z. T. bei den Restaurationsarbeiten zusehen. Auch die Geschichte der Ausgrabungen ist im Detail in einer separaten Halle zusammengetragen.
...da fehlt doch was?!
 Außerdem läuft im Cinema ein Dokumentarfilm über die Ausgrabungsarbeiten. Diese Geschichte ist hochspannend und faszinierend. Wir haben ein Buch gekauft, welches wir dann in Ruhe zu Hause lesen. Außerdem haben wir uns einen lebensgroßen Krieger gekauft ( ca. 1,85 m), diesen lassen wir nach Hause verschiffen und stellen ihn in den Hauseingang als Erinnerung an diese Reise, die wirklich voller Widersprüche ist!

Die Krieger

 Xi‘an selbst ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi. Xi’an besitzt eine nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer und war der Ausgangspunkt der Seidenstraße.
Ein besonderes Zeugnis der Seidenstraße findet man im Tempel Daciensi: die große Wildganspagode, die bereits im 9. Jh. als Aufbewahrungsort für buddhistische Schriften, die aus Indien hierher gebracht wurden, gebaut wurde.

Wir werden heute Abend mit Rolf, Svend und Dieter im Hotel bleiben zum Essen. Vorher sind Stephan und ich noch mit dem Filmteam in der Stadt.  

Eine Teezeremonie im Teehaus
Bitte nicht böse sein, wenn ich eure Kommentare nicht beantworte, aber ich komme nach wie vor nicht auf die Blogseite. Ich denke, dass wird in China auch nicht mehr klappen. Grüße u.s.w. kann ich somit auch nicht weitergeben! Ich freue mich aber darauf, das alles dann anschließend zu lesen. Sobald ich wieder selbst auf die Seite komme, werde ich auch die Einträge bearbeiten und die Fotos nachreichen. Es sind wirklich sehr schöne Bilder dabei… Ich hätte euch gern sofort daran teilhaben lassen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!!! J 

Tag 44 freier Tag in Lanzhou

Heute sind wir „relativ“ spät aufgestanden, da wir einen freien Tag haben. Das tut immer wieder gut, zwischendurch nicht fremdbestimmt zu werden und mal auf eigene Faust loszugehen.
Wir haben uns für den „Park der weißen Pagode“ entschieden. 
Der Pagoden-Garten mit Blick auf die Stadt
Wir sind mit der Seilbahn (die nicht gerade vertrauenswürdig war) bis zum Gipfel hochgefahren. Wir haben dann von oben auf die Stadt herunter schauen können. Lanzhou ist eine Großstadt und umgeben von Smog.
Blick auf Lanzhou
 Von oben war das noch deutlicher wahrzunehmen, als in den Straßen selbst. Nach einer Stunde sind wir dann wieder unten angekommen. In Lanzhou fließt „der gelbe Fluß“ und der macht seinem Namen alle Ehre! 
Im wahrsten Sinne des Wortes: der gelbe Fluss


Im Hotel angekommen, haben wir uns eine 1stündige Massage gegönnt. Nachher habe ich es bereut. Die Masseurin hat es so gut gemeint, dass mir alles weh getan hat und ich nur hoffen konnte, dass ich mich am nächsten Tag noch bewegen kann…

Leider hat uns heute Jan verlassen. Der wollte unbedingt nach Hause, weil er sein Schnitzel so vermisst ;-). Dafür ist dann Dieter bei Svend „eingezogen“. Wir haben abends in der Bar zusammen gesessen und Tränen gelacht. Dieter ist ein Mensch, der schon viel von der Welt gesehen hat und eine Menge netter Geschichten auf Lager hat. Es ist wieder spät geworden.

Tag 45 Lanzhou – Tianshui

Sieht das lecker aus?
Tianshui ist die zweitgrößte Stadt der chinesischen Provinz Gansu. Tianshui liegt an der alten Route der nördlichen Seidenstraße am Wei-Fluss. 
Innenstadt Tianshui


Nachdem wir uns wieder über Stock und Stein hinweg gearbeitet haben (naja, wieder mal die Straßen schlecht…). Sind wir in Tianshui angekommen. Die Einfahrt in die Stadt war abenteuerlich. Die Chinesen fahren wie die Verrückten. Drängeln und Hupen und scheinen keine Angst zu haben. Trotzdem ist das, was hier auf der Straße los ist ohne jegliche Aggression. Aber Spaß macht das auf keinen Fall…

Am Abend sind wir dann durch die Stadt geschlendert. Es ist 
So kocht man hier!
Feiertag. 
kleine Helferlein
Die Menschen sind alle auf der Straße. Wir werden beäugt, wie die Tiere im Zoo. Auch hier kennt man nicht viele „Langnasen“.
Garküche am Straßenrand
 Einige junge Mädchen hatten dann den Mut, uns anzusprechen. Sie haben ausnahmslos gedacht, wir wären Lehrer an der internationalen Universität in Xian. Um Gottes willen, sehen wir etwa aus wie Lehrer???
Der Sternekoch :-)


Gemeinsam haben wir dann alle zu Abend gegessen. Günther hat seinen 70. gefeiert. Es gab Kuchen der aussah, als wenn er in einer Spielzeugfabrik hergestellt worden wäre. Hat aber trotzdem ganz gut geschmeckt. Günther wollte aber dann an der Bar im Hotel noch ein „letztes Getränk“ mit uns trinken. Auch an diesem Abend wurde es wieder spät!!! Aber es war sehr lustig…

P.S. Dieter hat uns unser neues Porsche-Emblem mitgebracht. Wir trauen uns gar nicht, das wieder anzuschrauben L.