Dienstag, 28. September 2010

Tag 42 Dunhuang – Jiayuguan (Übergang am Westende der Chinesischen Mauer)

 Jiayuguan oder Jiayu-Pass (Pass zum gepriesenen Tal) ist der erste Übergang am Westende der Chinesischen Mauer in der Nähe der Stadt. Zusammen mit Juyongguan und Shanhaiguan ist er einer der wichtigsten Übergänge der großen Mauer.
Der Pass liegt am engsten Punkt des Hexi-Korridors. Das Bauwerk liegt zwischen zwei Hügeln, einer davon trägt den Namen Jiayuguan-Hügel.  
schöner Kitsch

Jiayuguan besteht aus drei Verteidigungslinien: Einer inneren und einer äußeren Stadt sowie einem Graben. Das Passbauwerk ist trapezförmig, es besitzt einen Umfang von etwa 740 m und eine Fläche von mehr als 33.500 km². Die Höhe der Umgebungsmauer beträgt 11 Meter. In der Mauer sind zwei Tore und jeder Ecke der Mauer ist ein Türmchen aufgesetzt.
Erbaut wurde das Bauwerk im das Jahr 1372 in der frühen Ming-Dynastie. Die Festung wurde zwischen 1488 und 1506 sowie nach 1539 wesentlich ausgebaut und verstärkt, um das Reich gegen eine Invasion durch die Krieger Timurs zu schützen.

Die verspielten Jungs Rolf und Roland

Nach einer nicht anstrengenden Fahrt (es waren fast nur Autobahnkilometer) sind wir gerade im 5*Hotel angekommen, welches wir für die Zeltübernachtung getauscht haben. Ein tolles Hotel und schöne, saubere Zimmer. Susanna ist heute zu uns gestoßen. Nun sind wir 3 Frauen im Team. Das lockert die Gruppe schon ein wenig auf. Curdin hat sich sehr auf seine Frau gefreut!

Vor gut vier Stunden sind wir auf der chinesischen Mauer gelaufen!!! Mein persönliches Highlight der Reise (…bis jetzt)! Das war extrem beeindruckend und anstrengend. Ich bin bis zum oberen Turm gelaufen bzw. die Treppen hinaufgestiegen. Mit ein Grund diese Reise zu machen war, diese Stufen erklimmen zu wollen. Dieses Gefühl war fantastisch! Das wird für immer unvergesslich bleiben!
Ein Teil der chinesischen Mauer

 
Es war überwätigend! Grüße an den PCW!

Leider ist uns auf dem Parkplatz erneut unser Porsche-Emblem von der Haube gestohlen worden und die Radnaben ebenso. Svend hat aber über Dieter, der am Donnerstag zu uns kommt, ein neues besorgen lassen. Ohne dieses Emblem hat der Porsche kein Gesicht und das wäre schade für die Einfahrt auf die Expo! 
Wer hätte sich das vorstellen können? Ein Meilenstein!!!


Außerdem werden wir morgen nicht mit nach Yongchang fahren. Jan muss am Donnerstag ziemlich früh am Flughafen sein. Somit haben Svend, Jan und wir beschlossen, morgen direkt nach Lanzhou durchzufahren. Dort erwartet uns das Legend-Hotel und wir freuen uns, wenn wir endlich mal ein wenig ausspannen können. Die anderen haben eine Nacht in Yongchang in einem Guesthouse und kommen dadurch einen Tag später nach Lanzhou.


kleine Pagode

Noch eine kleine Legende:
Sie erzählt von der Planung, die zur Errichtung der Passanlage nötig war. Demnach wurde der Baumeister der Anlage vom verantwortlichen Offizier gefragt, wie viele Steine denn nun für den Bau  gebraucht würden und er nannte ihm die genaue Zahl. Der Offizier bezweifelte seine Antwort und stellte ihm die Frage, ob dies wirklich genug Steine seien. Daraufhin fügte der
Baumeister einen Ziegel hinzu. Als die Bauarbeiten beendet waren, blieb ein Ziegel übrig, der lose auf eines der Torgebäude gelegt wurde, wo er sich noch heute befindet.

Tag 41 Dunhuang


Wow – Was für ein Tag. Super schönes Wetter und ein Highlight jagt das andere. Dunhuang ist eine alte Oasenstadt an der Seidenstraße in der Provinz Gansu im Westen Chinas.
Dunhuang liegt am Westende des Hexi-Korridors inmitten von Wüstengebieten. Die Höhe beträgt 1.100 m. Unweit der Stadt Richtung Westen teilt sich die Seidenstraße in ihren nördlichen und südlichen Zweig zur Umgehung der Wüste Taklamakan. Aufgrund ihrer Lage spielte diese Stadt eine wichtige Rolle im Kultur- und Warenaustausch mit dem Westen. So breitete sich auch der Buddhismus ausgehend von Dunhuang in China aus.  
Diese Bilder sprechen für sich...


Der Mondsichelsee
Heute waren wir am Mondsichelsee und haben die weltberühmten Mogao-Grotten besucht (ich muss gestehen, ich habe vorher noch nichts davon gehört L). Der Mondsichelsee ist ein halbförmiger See in einer 5 km südöstlich der Stadt gelegenen Oase, die von Dünen umgeben ist. Unmittelbar am See befinden sich auch die Grotten, die für ihre Malereien und Funde alter buddhistischer Handschriften berühmt sind.
Wandmalerei in den Magao Grotten

Die Grotten sind nach der Oase Mogao benannt, die ca. 25 km vom Stadtzentrum entfernt ist. Die Funde und Schriften befinden sich im Besitz des Britischen Museums in London. 1943 wurde die Dunhuang-Akademie gegründet, um die Höhlen zu schützen und systematisch zu konservieren.
Im Museum


 
Hat der Chinese doch gut getroffen ;-)
Es war einmalig, diese wunderschönen, sehr gut erhaltenen Grotten mit ihrer Wandmalerei zu sehen. Aber die Dünen, in der weichen Farbe der Sonne, waren ein Traum. Stephan und ich haben uns Ultraleicht-Flugzeuge gemietet und sind über die Dünen und den See geflogen. Es war sehr , sehr schön!
Diese Bilder sprechen für sich...


Ein toller Tag geht mit einem guten Essen zu Ende. 
Stephan mit dem örtlichen Fernsehen
Stephan musste eine Runde an alle ausgeben, da er bei der 2. Rallyeprüfung (Slalomfahren) den 1. Platz gemacht hatte und beim örtlichen TV ein  Interview geben musste.

Tag 40 Hami – Dunhuang

Nach gestriger Diskussion, dass befürchtet wird, dass unser Porsche die Strecke nach Dunhuang nicht selbständig bewältigen kann aufgrund der schlechten Straßen, haben wir uns entschlossen, die Fahrt früher anzutreten als die anderen. Peter hat uns netterweise angeboten uns zu begleiten, damit wir in einer Notsituation nicht allein sind. Guosheng hat uns Yuan noch mit auf den Weg gegeben, da dieser chinesisch und deutsch spricht.
Die Straßen waren wirklich sehr schlecht. 
In der Baustelle
Wir fühlten uns nach Kasachstan zurückversetzt. Doch im Schritttempo ging es die ca. 130 km langsam vorwärts. Die alte Seidenstraße befindet sich im Ausbau und ist eine Monster-Baustelle. Es fahren hunderte LKW’s dort auf dieser Route. Das ist für einen Kleinwagen nicht ganz ungefährlich, da man diese LKW nicht mit unseren vergleichen kann. Diese Fahrzeuge sind bis zu 14 m lang und ich weiß nicht wie hoch. In Deutschland wäre es gar nicht erlaubt, so einen LKW auf die Straße zu lassen. Mitunter begegnen uns Tieflader für Neuwagen. Es befinden sich dann 24 Fahrzeuge auf dem LKW!


Dies ist nur ein "kleiner" Ausschnitt...
Die Baustellen sind aber nicht so, wie wir das aus Europa kennen. Es gibt keine Baustellenschilder und wenn mal irgendwo abgefahren werden muss, dann muss man raten wohin es geht. Die alte Seidenstraße hat tiefe Löcher und ist wellig wie ein Wellblech. Teile der Straße ist sehr grober Schotter und es liegen ziemliche Brocken auf der Straße. Die LKW versperren die Sicht und es ist zudem extrem staubig.
ABER!!!!!!!!!!!!!!!! Unser 911er hat alles gut überstanden. Keine Blessuren! Also, Fahrer und Auto: GUT GEMACHT!

...der Straßenverhältnisse

Insgesamt war die Route 411 km und wir haben 7 Stunden gebraucht. 
Der dürfte in Deutschland sicher nicht fahren


Von den anderen haben wir gehört, dass irgendein Fahrzeug einen Schaden hat. Wir wissen aber noch nichts genaues….

P.S. Unser Hotel ist prima!