Donnerstag, 7. Oktober 2010

Tag 50 Pingdingshan – Bengbu

 
Der Schoßhund in China
Es ist wirklich erstaunlich, dass hier auf den Straßen nicht mehr passiert! Es ist unglaublich, wie unverantwortlich hier gefahren wird… Die Stadteinfahrten sind immer ein Glückspiel und gewinnen kann nur der mutigere oder naive Fahrer.
Die Autobahnfahrt von über 420 km war heute aber recht einfach für mich. Da die Autobahn, die von privaten Investoren gebaut wird Mautgebühren kostet, hält sich der Verkehr hier noch in Grenzen.
Trotzdem haben wir bis nach Bengbu 9 Stunden gebraucht. Sicherlich auch, weil Svend eine erneute Rallyeprüfung mit dem Team gemacht hat. Wir mussten eine Distanz in einer bestimmten Geschwindigkeit fahren (Gleichmäßigkeitslauf – für die Insider ;-)). Ich glaube, ich hab das ganz gut hinbekommen J.

Maisernte

Hier ist es, wie in jeder Stadt die wir bisher gesehen haben, sehr laut und hektisch.
Ausblick aus dem Hotelzimmer
 Aber man gewöhnt sich auch daran! Es leben hier ca. 3,5 Mio. Einwohner und die Stadt liegt ca. 1.000 km südlich von Peking. Bengbu ist an der Bahnlinie von Guangzhou nach Peking und ist von Shanghai aus in ca. 5 Stunden zu erreichen.



 
Dieses Bild spricht für sich. Das muss man auf sich wirken lassen...
Die Innenstadt ist geprägt von den Gegensätzen der alten chinesischen Lebensart, die wir hautnah auf unserem kurzen Abstecher auf die Landstraße erleben durften und moderner Einflüsse. 
Familienfest auf der Straße
 Wie in den meisten größeren Städten im Reich der Mitte, findet sich auch hier eine bunte Mischung aus mobilen und stationären Garküchen, fliegenden Händlern, Karaokebars, Minigeschäften und modernen Kaufhäusern.
Wir sind immer wieder erstaunt, wie viel hier gebaut wird. Hochhäuser, die hunderte von Wohnungen in sich bergen und Retortenstädte, die oft noch gespenstisch unbewohnt sind. Wenn alle diese Menschen vom Land in die Stadt ziehen müssen, dann verlieren sie den Bezug zum ursprünglichen China. Sicherlich bring diese Umsiedelung aber auch Chancen für Menschen, die sich verändern und lernen wollen.
Es ist so gigantisch viel im Umbruch hier, dass es schon fast Angst macht. Man kann nur hoffen, dass die Chinesen sich nicht aufgrund ihrer Geschwindigkeit verzetteln. Ich werde diese Entwicklung auch von zu Hause aus beobachten. Jetzt haben wir sicherlich einen anderen Blick für die Nachrichten aus diesem Land.

Gleich geht es noch zum Abendessen und anschließend ins Bett, damit wir morgen früh ausgeruht unsere Etappe nach Nanjing antreten können.

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