Nach einigen entspannten Kilometern (Bernd unser Tourenarzt hat meinen Rücken gut versorgt!) sind wir an der ukrainischen Grenze angekommen. Hier dauerte die Abwicklung der Ausreise ca. 1 Stunde.
An der russischen Grenze wurde dann allerdings unsere Geduld auf die Probe gestellt. Stundenlang mussten wir warten und Einreisedokumente ausfüllen, die uns die Grenzbeamten zur Verfügung stellten. Die Vorlagen, die uns Rais und Nicole vorab zur Verfügung gestellt hatten, waren „natürlich“ nicht die richtigen. Nach 4 Versuchen, den Vordruck richtig auszufüllen, haben wir es dann endlich geschafft, ein brummiges „OK“ zu bekommen – mussten dann allerdings unser Auto auf links drehen. Alle Taschen mussten raus. Motor wurde inspiziert und dann endlich nach langem Warten in der Hitze ging es dann weiter. Geld wurde in der Wechselstube, die aus einem blauen Blechcontainer, so groß wie bei uns ein Gäste-WC ist, ziemlich willkürlich gewechselt. Aber wir wollten ja nur einen Tee an der Grenze trinken, um die Wartezeit zu verkürzen. Somit war es nur ein kleiner Betrag, den wir gewechselt haben. Für € 20,00 habe ich 700,00 RUB bekommen.
Auf der Weiterfahrt war dann ein Auto defekt und die Gruppe hat sich dann voneinander getrennt. Wir dachten schon, die Grenzerfahrung wäre für den Tag genug gewesen. Aber es sollte noch schlimmer kommen! Rais organisierte dann ein paar Kilometer vor der Stadt Kamensk-Shachtinskiy eine Begleitung, die uns dann zum Hotel brachte. Die Stadt liegt in Südrussland am Fluss Siwerskiy Donez.
Diese Stadt entstand im Jahre 1671 als Kosakensiedlung, benannt nach dem in der Nähe verlaufenden kleinen Fluss Kamenka. Shachtinskiy ist abgeleiteitet von Shachta = Bergwerk, was auf mehrere nahe gelegene Steinkohlebergwerke zurückzuführen ist.
| Unsere Hotelansicht |
| Das Bad! |
Zurück zum Hotel: Eine traurige Fassade, die nicht zum Verweilen einlädt. Das Innere sollte aber das Äußere noch toppen. Ein dunkler Flur, mit einem nicht funktionierenden Fahrstuhl, von den Wänden kommt die Tapete und Löcher in den Wänden sind teilweise so groß wie ein Fußball. Nicht gerade ein freundlicher Eindruck. Wir sind dann mit unserem Gepäck in die 3. Etage hoch und haben dort unsere Zimmer begutachtet. Obwohl wir noch eines der besseren Zimmer hatten, finde ich kaum Worte. Es roch eigenartig, die Betten luden nicht zum Schlafen ein und das Bad… Hoffe, dass man das auf dem Foto erkennen kann. Katastrophal!!!
Das muss man sehen, das kann man nicht erzählen. Mit ein paar Wodka und Schlafsack haben wir dann doch noch ein paar Stunden Schlaf bekommen. Peter hat sogar in seinem Auto übernachtet.
Außerdem wollte Günthers Fahrzeug am frühen Abend nicht anspringen. Da wir sowieso schon die Attraktion in der Stadt waren, hatte sich dies schnell herumgesprochen. Was dann passierte, sieht man auf diesem Foto.
| Reparatur am Auto von Profis... |
Wir freuen uns auf die nächste Stadt Wolgorad = Stalingrad. Hoffentlich nicht zu früh…
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