| Die Stadtverwaltung in Krakau |
...endlich wieder Netzempfang. Wir sind sehr verwöhnt, was das Internet angeht. Hier kann man nur hoffen, dass es irgendwie klappt :-(
Tag 3 : Von Liegnitz nach Krakau sind wir 345 km gefahren. Polen ist ein freundliches und sauberes Land. In Krakau angekommen, haben wir uns mit Svend-Jörk und Johann durch den Krakauer Berufsverkehr gequält. Wir sind dann viel zu spät im Hotel angekommen, haben aber gehört, dass es die anderen auch nicht pünktlich geschafft haben. Die Streckenzeit war einfach zu knapp bemessen. Im Hotel wurden wir dann vom Krakauer Mercedes-Club mit Brot, Salz und Wodka empfangen. Eine wunderschöne Pagode, die der Besitzer über zwei Jahre perfekt restauriert hat, stand vor der Tür und hat natürlich unser Interesse geweckt. Alle haben sich dann zum Abendessen in der Krakauer Altstadt verabredet und vorher haben wir noch eine Stadtrundfahrt gemacht. Krakau liegt malerisch an der Weichsel und war schon im frühen Mittelalter bekannt für seine städtische Schönheit. Leider wütete dann Dschingis Khan mit seinen mongolischen Kriegern in dieser Stadt und diese wurde dann nach dieser Epoche wieder vollständig aufgebaut. Da Krakow im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde, bietet sie heute eine fast vollständig erhaltene Innenstadt mit Gebäuden, die von der Romantik bis zum Spätbarock reichen. In Krakau selbst gibt es über 200 Kirchen. Über den großen Marktplatz zu flanieren hat etwas Besonderes. Eine wirklich schöne Stadt, die wir auf jeden Fall mit etwas mehr Zeit noch einmal besuchen möchten. Es war eine lange, feuchtfröhliche Nacht, mit netten Menschen im Restaurant und in einer typischen Krakauer Kneipe. Mit dem Elektroauto, das Peter organisiert hat, sind wir dann zum Hotel. Eine tolle Stadt – wir kommen wieder. Versprochen!
Tag 4 und 5 (Einreise gegen Mittag in die Ukraine):
| Die ersten schlechten Straßen in Polen |
Um 9.00 Uhr war die übliche Fahrerbesprechung. Nach Lemberg (L’wiw) waren es 319 km, für die wir etwa 5 Stunden eingeplant hatten. Wie sich herausstellen sollte, sollten wir damit lange nicht auskommen. Wir waren anfangs sehr überrascht, dass die Straßen absolut perfekt sind und ohne Probleme die örtliche Geschwindigkeit von 110 km/h auf der A4/E40 gefahren werden konnte. Die Landschaft war von alten Höfen und viel Landwirtschaft geprägt. Auf der Hälfte der Strecke fuhren wir dann in einen kilometerlangen Stau. Svend und Johann, mit denen wir gemeinsam unterwegs waren, fuhren vor und hatten die tolle Idee, doch mal von der Hauptstraße auf eine Nebenstraße zu fahren. Mit unseren Walkie Talkies waren wir aber immer in Kontakt. Der Mercedes 450 S hat aber ein wesentlich höheres Fahrwerk und der Porsche musste doch das eine oder andere Mal vorsichtig um die riesigen Schlaglöcher navigiert werden. Auf den Nebenstraßen waren die Straßenverhältnisse lange nicht mehr so gut, wie auf den Hauptstraßen. Wir wurden aber, oben angekommen, mit einer traumhaften Sicht der Landschaft absolut entschädigt. Traumhaftes Wetter und alte Höfe mit ihrem bunten Treiben. Einfach schön….
An der Grenze wurden wir bevorzugt behandelt, da doch einige unserer Fahrzeuge das Interesse des Grenzpersonals auf sich gezogen hat. Wir selbst durften nicht fotografieren. Die Grenzbeamten fotografierten sich aber fleißig selbst vor den unterschiedlichen Fahrzeugen. Wir waren eine große Attraktion. Die Freundlichkeit ließ allerdings zu Wünschen übrig. Die Formalitäten waren langwierig.
Wir sind dann im Konvoi die reslichen Kilometer gefahren. Gemeinsam sind wir dann in den Ort eingefahren. Auch hier war das Interesse der Bevölkerung sehr groß. Staundende Passanten überall.
Lemberg liegt am Fluss Poltwa, ca. 80 km von der Grenze zu Polen entfernt. Es ist die wichtigste Stadt der Westukraine. Die Altstadt befindet sich auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Altstadt ist von Renaissance, Barock, Klassizismus und Jugendstil geprägt. Hier wird die Fußball-EM 2012 stattfinden.
Nach einer 3stündigen Stadtbegehung und Einkehr in diverse Cafes sind wir dann zurück zum Hotel. Heute Abend werden wir nicht im Hotel unser Essen einnehmen, sondern noch einmal in die Altstadt gehen und ganz traditionell ukrainisch essen. Morgenfrüh um 8.00 h geht es weiter Richtung Kiew!
| Oper von Lemberg |
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