Sonntag, 26. September 2010

Tag 37 Urumqi - Turpan

Heute sind wir von Urumqi nach Turpan gefahren. Als ersten Besichtigungspunkt haben wir in  Karaz eine Stätte besucht, in der man die Kanalisation besichtigen konnte. Diese Form der unterirdischen Bewässerung ist mehr als 1.000 Jahre alt. Es werden kleine Tunnel gegraben und diese mit Steinen befestigt, damit das Wasser durchfließen kann, aber nicht versickert. Diese Kanalisation befindet sich komplett unter dem Dorf und versorgt die Bewohner noch heute mit Wasser, welches aus den Bergen kommt.

Kanalisation

Ruinenstadt
Anschließend sind wir in eine Ruinenstadt gefahren. Diese verlassene Stadt hatte eine solche Atmosphäre, dass man sich gut vorstellen kann, wie die Menschen hier gelebt haben. Leider hatten wir zu wenig Zeit, um das Ganze richtig aufnehmen zu können, da wir noch in die „Traubenberge“ fahren wollten. In Grapetown angekommen, waren wir sehr überrascht. Schroffe, kahle Berge. Kein Hauch von Grün. Doch an den Füßen der Berge eröffnete sich eine Oase. Weintrauben-Anbau soweit das Auge reicht. 
Verkauf von vielen Sorten Rosinen
 Diese werden dann in den Trockenhäusern aufgehängt und getrocknet. Viele verschiedene Rosinenarten kann man käuflich erwerben. Beeindruckend waren getrocknete Tomaten, die man hier auch anpflanzt und trocknet. Ganz anders als wir Tomaten kennen. Lutz gab mir eine Tomate und ließ mich raten, was ich da wohl so gerade esse. Ich habe getippt auf Aprikose oder Pfirsich. Leider: komplett daneben. Die Tomaten waren sehr süß und schmecken für unseren Gaumen (zumindest für meinen) eher wie Fruchtbonbons J. 

Immer diese Touri's :-)


Größte Windkraftanlage der Welt
Das Wetter ist toll. Das Klima wunderbar auszuhalten, obwohl das Thermometer bis Mitte 30 Grad krabbelt. Nachts wird es angenehm kühl.


Am Abend gab es dann leider nach dem Abendessen eine Diskussion über die Beträge, die wir hier „so nebenbei“ leisten müssen. Da sammelt sich ganz schön was an! Ergebnis: Bevor eine Stadtbesichtigung oder ein Museumsbesuch ansteht, werden wir IM VORFELD über die Preise informiert. Außerdem wurde über die anstehende Zeltnacht abgestimmt. Guosheng hat mit seinen Argumenten fast alle davon überzeugen können, zu zelten. Lassen wir uns mal überraschen…


Chili-Schoten trocknen auf der Straße
Nach dem Essen sind wir dann noch an die Bar, um noch ein wenig über dies und das zu plaudern. Dabei haben wir mitbekommen, dass draußen vor dem Hotel ein kleiner See ist und dort gefeiert wird. Diese Feier gehört wohl noch zum Mondfest. Wir sind dann zum See und wen treffen wir??? Die halbe Mannschaft. Wir haben uns dann noch auf ein Gläschen dazu gesetzt und es war dann noch sehr lustig. Um 24.00 Uhr gingen dann auf einmal die Lichter aus und wir saßen fast im Dunkeln. Nun gut, Nachtruhe tut auch gut – also sind wir dann alle schlafen gegangen.

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