Heute Morgen gingen, wie schon erwartet, die 150 km problemlos über die Bühne. In Wu’xi (wird U-schi J ausgesprochen) wurden wir wieder mit Polizeieskorte zum Empfang in eine Parkanlage gebracht.
Ein wunderschöner Ort, um eine solche Zeremonie zu erleben. Viele Menschen säumten die Wege und das Wetter spielte wie immer mit. Wir haben seit sage und schreibe 52 Tagen keinen Regen mehr gesehen – wer mich kennt weiß, dass das ganz in meinem Sinne ist J. Eine riesige Bühne war aufgebaut und mit Trommelwirbel und vielen, vielen Fotografen wurden wir freudig begrüßt. Die ranghohen Beamten hießen uns willkommen und unser Replica-Günther bedankte sich im Auftrag unseres Teams für den netten Empfang.
| Mautstelle Wu'xi |
| Polizeieskorte bring uns zum Empfangsort |
| Beim Empfangin Wu'xi |
Anschließend waren wir zum Essen eingeladen und danach sind wir mit einer alten Dschunke auf dem hiesigen, sehr schönen See geschippert, um ein wenig Seeluft zu schnuppern. Diesen kann man sogar aus unserem Hotelzimmer sehen. Wir wohnen mit Blick auf das Wasser.
Nach unserer „Seefahrt“ sind wir spazieren gegangen und haben den Park besichtigt. Mit dabei waren immer eine Horde Chinesen, die uns wild fotografierten. Heute Nacht sollen diese Fotos auf eine CD gebrannt werden und morgen sollen wir diese als Geschenk erhalten.
Bin mal gespannt… Da sind bestimmt ein paar schöne Fotos dabei!
| Der Kaiserkanal |
| Dschunkenfahrt |
Danach zurück zum Hotel. Und, als wenn das nicht alles anstrengend genug gewesen wäre, wurden wir erneut zum Abendessen eingeladen und vorher war noch eine Fahrt in kleinen Booten auf dem hiesigen Kaiserkanal im Programm. Muss man sich so vorstellen wie Venedig. War ganz nett… Und immer die Polizei im Schlepptau!
Nach dem Essen (das in dieser Region so gar nicht unser Ding ist: Schildkröten (inklusive Füße), Suppe von und mit ganzen Hühnern (d. h. Füße inkl. Krallen, Kopf und eben alles, was ein Huhn sonst so hat), Taubeneier, Entenzungen, Fische paniert inkl. Kopf etc.) sind wir dann von einem Museum ins nächste… Für unseren Geschmack zu viel des Guten. Wir waren müde und wollten einfach nur mal das schöne Hotel genießen! Aber Fehlanzeige – die Tage sind immer komplett durchgestylt.
| Bankett |
Die Aufmerksamkeit, die wir hier erhalten, ist gigantisch. Wir werden behandelt, als wären wir prominent. Das werden wir wohl so in unserem Leben auf keiner Reise mehr erleben. Das ist schon sehr beeindruckend. Die Menschen hier reißen sich für uns ein Bein aus. Sie wollen alle nur das Beste für uns. Das ist manchmal anstrengend, aber trotzdem liebenswert! Auch wenn dieser Dank niemanden von den vielen Helferlein erreicht, trotzdem einmal festgehalten: DANKE für die großen und kleinen Gesten!
Gerade im Hotel (21.30 h) angekommen erfahren wir, dass morgen nach der letzten Rallye-Prüfung um 8.30 h, eine Stadtrundfahrt angedacht ist. Da Stephan sich erkältet hat und nicht ganz auf der Höhe ist, werden wir erst einmal ausschlafen. Wir haben uns für diese Prüfung abgemeldet (herzlichen Glückwunsch zum Sieg Wagen 1!). Die Stadtrundfahrt finden wir auch nicht so spannend. Wir werden somit mittags vom Hotel abgeholt und zur Mautstelle gebracht, wo wir dann die anderen treffen, um die letzten Kilometer dieser Reise zu fahren.
Wir freuen uns riesig auf die Zieleinfahrt morgen. Es erwartet uns wieder ein großer Empfang. Diesmal ist es der Bürgermeister aus Bremen, wo wir ja gestartet sind und weitere hohe Persönlichkeiten. Aber ich will nicht zu viel vorweg nehmen.
Ich berichte dann von unseren Erlebnissen! Wir können es kaum glauben – MORGEN SIND WIR AM ZIEL - IN SHANGHAI!
Ich habe vergessen, über einen wunderschönen Abend in Nanjing zu berichten:
Curdin und Susanna haben uns am Abend in Nanjing „entführt“. Susanna mit ihrer Spürnase für „edel und fein“ hat das Hotel Intercontinental bei einem Spaziergang ausfindig gemacht.
Beim Abendessen haben sie Renate, Günther und uns zu Wein und Käse in die Lounge eingeladen.
Es war ein fantastischer Abend. Im 78! Stock über Nanjing zu schauen war sehr spektakulär. Von oben sieht die Welt immer schön und gewaltig aus J.
Wir haben einen Lehman Merlot getrunken und eine Käseplatte mit Obst genossen. In diesem Moment wurde uns bewusst, wie sehr wir ein gutes Stück Käse vermisst haben. Denn diesen und auch mein heißgeliebtes Nutella gibt es hier normalerweise nicht.
Mit dem Glas Wein vor dem Kamin sitzend, haben wir geplaudert. Die Umgebung war modern eingerichtet und hatte viel dunkles Holz und sehr gemütlich wurde es durch ein warmes Licht in den Räumlichkeiten. Ein riesiges Weindepot lud zum Verweilen ein und obwohl ich nicht auf die Toilette musste, bin ich dennoch gegangen, da sie extrem luxuriös war und das Wasser am Waschtisch beleuchtet war und wie ein Wasserfall aus der Wand kam. Ja, ich weiß ;-) – ich bin verwöhnt. Aber es war angenehm, mal nicht darauf achten zu müssen, wohin man greift oder wo man einigermaßen ordentlich sitzen kann.
Danke an Susanna und Curdin für den wundervollen Abend. Wir haben ihn sehr genossen! Und ganz nebenbei erfahre ich mehr über euch!!!
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