Vorab zur Info: Falls ihr Lust habt, könnt ihr auch gerne mal auf die offizielle Seite von China Tours schauen. Die Adresse lautet www.self-drive-tours.com. Dort findet ihr auch alles rund um die Rallye von Rolf A. O. Schneider eingestellt, der auf dieser Reise das Kamerateam leitet.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Nach einer spontanen Routenänderung, warum auch immer, sind wir nicht nach Shu gefahren, sondern nach Kordaj. Rolf hatte am Morgen festgestellt, dass sein Fahrzeug nach Benzin riecht. Stephan und Jan haben dann gesehen, dass die Benzinpumpe kaputt ist und er in die Werkstatt muss. Wir anderen sind dann vorausgefahren.
Nach einer schier wahnsinnig machenden Fahrt, sind wir in Almati angekommen. Wir hatten ENDLICH einmal vernünftige Straßenverhältnisse, da fährt unser Führungsfahrzeug zwischen 50 und 80 km/h (erlaubt sind 110 km/h). Es ist kaum zu glauben. Nach mehreren Rückfragen, warum das so ist, haben wir die Antwort bekommen, dass hier viel Polizei am Straßenrand steht. Verständlich ist allerdings nicht, warum man nicht wenigstens das fährt, was erlaubt ist. Als wenn wir nicht schon lange genug in den Autos sitzen, interessiert es keinen der Reiseleitung, dass wir froh sind, wenn wir am Zielort ankommen.
| Steppe |
| schneebedeckte Berge |
Und wieder ein Hotel das aus unserer Sicht lange nicht dem Standard entspricht der uns versprochen wurde. Der Parkplatz auf dem die Autos stehen ist ein Hinterhof, der sich im Bau befindet und die Fahrzeuge können dort nicht problemlos parken. Dort wird mit schwerem Gerät gearbeitet und natürlich gibt einem niemand die Garantie, dass dort nichts passiert.
Natürlich hatten wir Hunger als wir dann nach 5 ½ Stunden in Almati angekommen waren (für sage und schreibe 200 km!!!). Es war wieder nichts organisiert. Nach der gestrigen Nacht war die Toleranz bei einigen doch recht gering, da sie die Nacht im Zelt verbracht hatten und es nachts auf 5 Grad herunter gekühlt war. Das Frühstück im nächstgelegenen Restaurant (wenn man dazu Restaurant sagen kann…) war zwar bemüht, aber wie immer schlecht. Wir begnügten uns dann mit Tee. Allerdings hatten wir den Vorteil, dass wir im Hotel übernachtet haben. Larissa hat sich um 4 Zimmer bemüht. Svend kann mit seiner Verletzung nicht im Zelt übernachten. Renate und Günther hatten ihre Schlafsäcke bei Jürgen im Auto, der aber bei Kalli geblieben ist und diese erst noch zu uns stoßen müssen. Sie sind bis dato noch nicht da. Ihr erinnert Euch? Das war die Reparatur mit dem Hydraulikschlauch. Dies wurde dann notdürftig repariert und als sie alle auf dem Weg zu uns waren, ist ein Reifen vom Auto abgesprungen, da die Muttern nicht festgezogen waren. Gott sei Dank ist niemandem etwas passiert. Trotzdem für Kalli & Co. extrem ärgerlich, da das wieder Zeit kostet. Bernd wollte auch ins Hotel und wir konnten mit dem Porsche nicht auf das Gelände, das Guosheng für uns ausgeguckt hatte. Keiner von der Reiseleitung hat sich im Vorfeld damit auseinandergesetzt, wo und wann wir zelten. Irgendwo am Straßenrand (sehr staubig und viel, viel Verkehr und mit dem Porsche nicht zu erreichen..) wird entschieden: so hier zelten wir!
Das was hier aus dem klassischen Zelten gemacht wird, schreit zum Himmel.
Außerdem haben wir später gehört, dass 2 Russen vor Ort waren und einige Angst hatten, dort in der Wildnis zu bleiben.
Es mag ja sein, dass diese Reise eine Abendteuer Tour sein soll. Aber mittlerweile fühlen sich hier einige auf den Arm genommen. Die Hotels sind jenseits von Gut und Böse. Das Essen ist durchweg schlecht und einer Rallye gleicht die Reise in keinster Weise. Wir müssen! schön hintereinander herdackeln und uns dem Führungsfahrzeug anpassen.
| unser Hotel |
Als dann Guosheng auch noch bekannt gab, dass die Stadtbesichtigung in Almati pro Nase € 25,00 kostet, haben wir nur gestaunt. Langsam fragen wir uns (und wir sind nicht alleine!) wofür wir die enormen Startkosten bezahlt haben.
Allerdings muss ich erwähnen, dass wir in dem „tollen“ Hotel welches Larissa gefunden hatte, einen wirklich netten Abend auf Svend und Jans Zimmer verbracht haben. Wir mussten dringend Balast abwerfen (Jan – Du weißt was ich meine J) und das ist uns gemeinsam geglückt!
Svend, Jan, Günther, Renate, Stephan und ich sind gerade wieder zurück. Wir haben uns ein auswärtiges Lokal gesucht und dort gegessen. Heute Abend werden wir wohl auf eine Kleinigkeit nochmal dort hingehen. In dem Restaurant im Hotel ist es einfach nur schrecklich. Ein dunkles Zimmer ohne Fenster – und das in einem angeblichen 4* Hotel bei wunderschönem Wetter. Und die Städte geben durchaus vielschichtige Hotelmöglichkeiten bzw. Alternativen her.
| weiß nicht mehr was das ist :-), ist aber schön! |
Wir vermissen Emotionalität, Sensibilität und eine große Portion Enthusiasmus beim Veranstalter. Diese Zeilen kann jetzt jeder nehmen wie er will. Das hat nichts mehr mit Oldtimer-Rallye zu tun!
Wir haben schließlich keine Rucksack-Reise im Urwald gebucht. Es ist uns eine wunderschöne Reise mit einer entsprechenden Organisation versprochen worden (nur landschaftlich wird dieses Versprechen gehalten und darauf hat der Veranstalter keinen Einfluss). Dieses Gefühl ist sicherlich subjektiv. Es mag Teilnehmer geben, die das anders sehen. Leider ist es oft so, dass sich einige im Gespräch genauso äußern wie wir, aber es nicht offen ansprechen. Ich bin ein Mensch, der sagt was er denkt!
Nach wie vor kann ich nicht sagen, ob ich jeden Tag ins Netz komme. Ich bitte hierfür um Verständnis. Ich reiche die Infos so schnell ich kann nach.
Trotzdem noch eine kleine Geschichtsstunde:
Almaty, in der neuen inoffiziellen Lateinschrift Almati, ist die ehemalige Hauptstadt Kasachstans mit 1,4 Mio. Einwohnern. Sie liegt unweit der Grenze zu Kirgistan.
Almaty ist bis heute der kulturelle, wissenschaftliche und wirtschaftliche Mittelpunkt des Staates. Auch die Verlegung der Hauptstadt nach Astana hat diese Position nur geringfügig beeinflusst.
Ausgrabungen belegen, dass es auf dem Territorium von Almaty spätestens seit dem 10. Jahrhundert n. Chr. vier größere Siedlungen gab, von denen drei nach etwa zwei Jahrhunderten zur Stadt Almati zusammenwuchsen.
Wir finden hier ein zentrales staatliches Museum, die Christi-Himmelfahrt-Kathedrale und die Sultan-Kurgan-Moschee.
Hey liebe Marie
AntwortenLöschenJetzt wird es für euch vielleicht ein bisschen Anstrengender, als die Ferienreise nach Spanien!
Aber wer hat denn schon mal im Auto eine Nacht verbracht bei 5 Grad ? Wenige können erzählen wie die Gefühle sind, wenn man Angst um Hab und Gut hat.Das ist die Reise Wert.. da hat man was für sich erhalten.Andere würden dem Nachreden, dass das Abenteuer sind. Also das was man eigentlich suchte, und gefunden hat. Das grosse Dankeschön wird es am Schluss sein, nach bestandener Prüfung und grossem Abschluss-Essen.
Bis Später und allzeit ganz gute Fahrt... wünscht Toni
Hallo Marie,
AntwortenLöschenliebe Grüsse in die Ferne.
Lasst Euch die gute Laune durch die schlechte Organisation nicht verderben. Wenn Ihr wieder zurück seid, habt irh auf dem nächsten Porsche-Club-Abend bestimmt viel zu erzählen.
Viele Grüße in die Fenre auch an Stefan
Die Essener Porschekollegen