Wir haben wieder die Route etwas geändert. Das Wetter ist einfach zu schlecht, um zu zelten. Wir werden den Sailim See zwar passieren, aber nicht dort bleiben. Der nächste Stopp ist Kuitun.
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| So sehen hier die meisten Straßen aus |
Bevor wir aber weiter fahren konnten, mussten wir noch an einem vorab besprochen Platz unsere Autos „durch den Zoll“ bringen. Eine junge Frau, die überhaupt keine Ahnung von unseren Fahrzeugen hatte, musste den Wert der Autos festlegen, um sicherzustellen, dass die Fahrzeuge die eingeführt werden auch wieder „nach Hause“ zurückgebracht werden. Ansonsten würde eine enorm hohe Steuer anfallen. Wie das organisatorisch gelingen soll, das hinterfragen wir nicht. Jeder hat hier so seine Aufgabe. Ob es immer Sinn macht, liegt sicherlich im Auge des Betrachters.
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| Ab auf den Tieflader |
Die Fahrt über den Pass zum See, der der größte (458 km²) und am höchsten gelegene Bergsee (2.070 m) in Xinjiang ist, war sehr abenteuerlich. Unser Auto haben wir auf einen Tieflader aufgeladen, weil die Strecke für den Porsche absolut nicht passierbar ist. Auf der Strecke von ca. 50 km befindet sich eine riesige Baustelle mit Brückenbau und neu zu bauender Straße. Die Löcher auf dem Weg und die Steine die dort liegen, waren selbst für den Tieflader eine Herausforderung. Wir wollten kein Risiko eingehen und es stellte sich heraus, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist. Wir hätten die ganze Mannschaft aufgehalten. Die anderen hatten auch ihre Probleme, sind aber mit leichten Blessuren davon gekommen. Alle haben heil den See erreicht. Lustig war auch, dass wir einmal kurz am Berg anhalten mussten, da uns ein LKW entgegen kam und unser Fahrer wieder im 1. Gang anfahren musste. Beim Schalten hörten wir auf einmal ein komisches Geräusch und der Fahrer hatte den Schalthebel in der Hand!!! Dieser war abgebrochen… Und nun? Mit kaum geeignetem Werkzeug hat er dann versucht, die Schaltung manuell vorzunehmen. Der Arme hat sich die Hand blutig geschaltet. Aber dann konnten wir im 2. Gang den Berg weiter hinauf krabbeln. Der Fahrer bat uns dann, die Augen zu schließen – wir haben uns gewundert und gefragt was nun passiert. Als wir verstanden hatten was er wollte, fuhren wir durch eine Kurve und vor uns öffnete sich die Sicht auf den See! Fantastisch!!! Es war wunderschön dort oben. Fürs Zelten eigentlich ideal, aber leider, leider viel zu kalt!
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| Blick aus dem Hotelzimmer |
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| Eigene Nudelherstellung |
Wir sind dann ins Hotel gefahren und dort war alles auch soweit ok! Das Essen war lange nicht so gut wie am Vorabend in der „Baumschule“, aber genießbar. Leider kann ich von dieser Abenteuer-Tour keine Fotos senden, werde diese aber auf jeden Fall, sobald wie möglich nachreichen.
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