Nach einer fast schlaflosen Nacht, weil es in den Jurten bitterkalt war, sind wir nach Urumqi aufgebrochen. Die Fahrt hierher war ohne Probleme machbar, da Autobahn und nur 100 km entfernt.
| Großstadt Urumqi |
| Hier werden Granatäpfel zu Saft verarbeitet |
Angekommen in der riesigen Stadt mussten wir uns erst einmal durch den Verkehr wühlen. Die Autofahrer hier fahren extrem draufgängerisch. Aus 3 Spuren werden 4 oder wenn es die Breite der Straße zulässt auch mehr. Das ist ziemlich anstrengend. Der Porsche macht ein paar undefinierbare Geräusche am Kupplungspedal. Soll aber wohl nichts dramatisches sein. Wir fahren erst einmal so weiter. In Xian soll es eine Porsche Werkstatt geben. Wir versuche
n, bis dahin durchzuhalten. Das ist aber erst in 10 Tagen.
| Sicht vom See auf die Berge |
Heute am frühen Nachmittag sind wir im hiesigen Einkaufszentrum gewesen. War aber nicht so toll. Ist eine Shopping Mall, wie man sie überall auf der Welt findet. Die Preise sind für die Chinesen recht teuer, aber für uns ganz normal.
Anschließend haben wir uns alle in der Hotellobby getroffen, um zu einem offiziellen Empfang zu fahren. Der Verkehrsminister wollte uns persönlich begrüßen. Der Empfang war wie in den vorherigen Städten auch sehr
herzlich, aber kurz. Die Fahrt dorthin hat über eine Stunde gedauert. Nicht, weil der Weg so weit ist, sondern weil wir uns wieder durch den Verkehr quälen mussten. Das Fenster lässt man am besten verschlossen, akute Vergiftungsgefahr. Aber es sollte noch schlimmer kommen…
| Die Jurten |
Auf dem Rückweg sind wir im abendlichen Berufsverkehr gelandet. Ein Gesch
iebe und ein Gedränge. Es war fast unmöglich, unseren Konvoi zusammenzuhalten. Da die Chinesen alle ohne Rücksicht auf Verlust
e fahren, ist ihnen anscheinend auch ihr Auto egal. Das ist bei uns natürlich ganz und gar nicht der Fall. Wir wollen alle heil in Shanghai ankommen und unsere Fahrzeuge wohlbehalten nach Hause zurückholen.
| Der Himmelssee |
| Unser Empfang in Urumqi |
Die Nerven lagen bei einigen blank!
Diese Anspannung entlud sich dann auf dem Parkplatz bei Ankunft im Hotel. Diesmal hat die Strecke 1,5 Stunden gedauert.
Wir gehen jetzt nicht mit zum gemeinsamen Abendessen. Wir hatten mal Lust auf Fastfood. Wir haben noch fast 3 Wochen die Möglichkeit, chinesisch zu essen! Wir kulinarischen Banausen haben uns einen Burger und Pommes gegönnt.
Was wir bis jetzt von der Stadt gesehen haben, lässt darauf schließen, dass diese Stadt alles hat, was eine Großstadt so mit sich bringt. Große, prachtvolle Bankgebäude, schöne Regierungsgebäude, aber auch alte, fast ruinöse Wohnsilos. Urumqi hat auch eine Altstadt mit einem schönen Basar. Morgen soll es eine Stadtrundfahrt geben, die noch einmal zur Altstadt führt. Diese werden wir nicht begleiten, da wir keine Lust haben, uns wieder durch diesen Verkehr zu wühlen. Wir sind lang genug auf den Straßen. Es gibt sicherlich eine Möglichkeit unser nahes Umfeld zu Fuß zu erkunden.
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